Dieselfahrzeuge nachrüsten ist machbar – Die Politik muss endlich handeln!

Die Nachrüstung für ältere Dieselfahrzeuge ist machbar. So konnte man es in der Aachener Zeitung vom 28. 04. 18 S. 7 lesen. Berichtet wurde darin, dass aufgrund eines Gutachtens von Professor Georg Wachtmeister im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums Euro-5-Diesel mit verträglichem Aufwand von rund 3000 Euro pro Fahrzeug nachgerüstet werden können. Weiter heißt es darin, die beste und sicherste Lösung wäre es, wenn die Autohersteller diese Nachrüstung selbst vornähmen.

Bei diesem klaren Ergebnis kann sich die Politik nicht mehr herausreden. Vor allem macht es keinen Sinn so lange weitere Gutachten in Auftrag zu geben, bis ein den Lobbyisten und der Autoindustrie genehmes Ergebnis zustande kommt. Jetzt ist es Zeit, die Dieselhersteller zur Hardwarenachrüstung zu verpflichten. Denn die haben es verbockt und müssen dafür sorgen, dass Dieselbesitzer bei Fahrverboten nicht stehen bleiben.

Im Übrigen wissen wir ja inzwischen, dass Diesel-PKW gar nicht so schlimm sind wie ihr Ruf. Mal abgesehen von den  viel besseren CO 2 – Werten gegenüber einem Benziner, schneiden sie in der Gesamtumweltbilanz nicht schlechter ab als ein Elektroauto.

Hier bitte ich um Beachtung der Sendung ARD plusminus vom 25.04.18 – Elektroautos: Wie sicher und sauber sind sie wirklich?

Danach hat das Fraunhofer-Institut in Stuttgart ausgerechnet: Kompakte E-Mobile fahren erst nach 60.000 Kilometern umweltfreundlicher als Benziner und erst nach 125.000 Kilometern schlagen sie Dieselautos. Auch der ADAC hat eine Studie veröffentlicht und dabei auch das Recycling der Fahrzeuge mit eingerechnet. Danach fahren  E-Mobile erst nach durchschnittlich 80.000 Kilometer ökologischer als Benziner und erst nach knapp 250.000 Kilometer sauberer als ein Diesel.

Das soll jedoch nicht heißen, dass es überflüssig wäre umweltfreundliche Elektrofahrzeuge weiter zu entwickeln. Ganz im Gegenteil, es muss verstärkt daran gearbeitet werden, dass solche Fahrzeuge zu einem akzeptablen Preis, einer genügenden Reichweite und einer kurzen Ladezeit zu Verfügung stehen. Ein von mir selbst durchgeführter mehrtägiger Test mit einem Hybrid-Fahrzeug konnte nämlich alle die oben geforderten Kriterien nicht erfüllen.

Daher bleibt bis zum Erreichen dieser Ziele nur die Schlussfolgerung, dass die vorhandenen Euro-5-Diesel mit entsprechender Hardware auf Kosten der Hersteller nachgerüstet werden müssen. Nach erfolgreicher Abhandlung dieses Themas ist es dann Zeit, dem Diesel wieder das Attribut zu verleihen, das er wirklich verdient: Das eines in seiner Gesamtbilanz umweltfreundlichen Fortbewegungsmittels, auf das wir bis zur Marktreife wirklich breit verwendbarer Elektrofahrzeuge nicht verzichten können.

Dieselfahrzeuge – zu Ostern immer noch herumgeeiere

Der Generalsekretär der NRW-CDU, Herr Josef Hovenjürgen, hat in seinem Brief an die CDU – Mitglieder u.a. folgendes zur Dieselproblematik geschrieben:
„Die Tricksereien und Betrügereien der Autobauer bleiben inakzeptabel. Wir verlangen, dass die Autoindustrie hier schnellstmöglich Abhilfe schafft.“

Das ist zwar richtig, wirkt aber dennoch halbherzig, weil es nicht deutlich genug ist. Die Dieselfahrer erwarten von der Bundes- und von der Landespolitik eine wesentlich klarere Haltung. Hardwarenachrüstung mindestens aller Euro 5 Dieselfahrzeuge auf alleinige Kosten der gesamten Automobilindustrie muss die Forderung lauten! Alles andere versteht der Bürger nicht mehr. Wie lange geht das schon so. Jetzt zu Ostern 2018 kann man nur eines feststellen. Es wurde schon viel zu lange herumgeeiert.

Dieselfahrzeuge nachrüsten

Ich fahre einen Diesel-PKW und ich bin überzeugter Dieselfahrer. Auch von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) lasse ich mir das Dieselfahren nicht vermiesen. Meines Erachtens sprechen mehr Argumente für als gegen den Diesel. Zum einen ist es der wesentlich geringere CO2-Ausstoß als beim vergleichbaren Benziner und damit der bessere Schutz vor der globalen Erderwärmung, zum anderen der geringere Verbrauch und damit die Schonung der knappen Energie-Ressourcen.

Dem steht allerdings der höhere Ausstoß von Stickoxiden entgegen, der den Diesel zu Unrecht in Verruf gebracht hat. Vollkommen falsch ist es m. E. allein den Diesel-PKW für Feinstaub und Stickoxide die Schuld zuzuweisen. Multikausale Ursachen, wie z. B. LKW- und Busverkehr, Industrie, Gebäudeheizungen und die in Innenstädten auch verbreiteten Holzöfen und Kaminfeuer tragen wesentlich dazu bei. Auf diesem Auge scheint die DUH jedoch vollkommen blind zu sein, wenn sie sich einzig auf Fahrverbote konzentriert.

Sei‘s drum. Die Luftverschmutzung ist eine Tatsache und es muss etwas dagegen unternommenen werden. Fahrverbote sind das falsche Mittel. Sie treffen in erster Linie diejenigen, die auf PKW und Lieferwagen angewiesen sind: Berufspendler, Handwerker, Gewerbetreibende und viele andere, die zum Zwecke ihres Lebensunterhalts auf PKW und dabei hauptsächlich auf Diesel angewiesen sind. Im übrigen werden bei verhängten Fahrverboten die öffentlichen Verkehrsmittel überhaupt nicht in der Lage sein den zusätzlichen Bedarf zu decken. Die Elektromobilität ist noch nicht genügend ausgebaut, hat zu geringe Reichweiten und ist – gleich ob rein elektrisch oder als Hybrid – einfach zu teuer.

Damit Dieselbesitzer weiterhin uneingeschränkt fahren können, gibt es nur eine Lösung – die Hardware – Nachrüstung ihrer PKW. Jüngste Tests des ADAC haben schließlich bewiesen, dass es möglich, machbar und damit auch für die Automobilindustrie zumutbar ist. Die Software-Lösung kann wegen wesentlich geringerer Stickoxid-Entlastung nicht in Frage kommen. Sie vermittelt allenfalls das Bild einer weiteren Mogelpackung.

Die Kosten für die Nachrüstung muss selbstverständlich der jeweilige Hersteller zahlen. Wer, wie in meinem Fall z. B. mit der Bezeichnung „Blue Efficiency“ das blaue am Himmel verspricht, muss auch über die Lebensdauer des Fahrzeugs dafür einstehen. Wer Milliarden – Gewinne nur in einem Geschäftsjahr erzielt und seinem Vorstand mal eben mehrere Millionen Gehaltserhöhung zugesteht, kann durchaus einen Teil davon seinen Kunden als Entschädigung gegen drohenden Nutzungsausfall, vor allem aber gegen Vertrauensverlust ausschütten. Die Kunden, bei denen aus technischen Gründen die Nachrüstung nicht möglich ist, werden z. Zt. mit sogenannten Umweltprämien zum Kauf neuer Fahrzeuge gelockt. Auch hier haben die Hersteller den Knall noch nicht gehört. Anstelle höhere Prämien für besonders saubere, kleinere Fahrzeuge anzubieten, gibt es im Gegenteil dazu besonders hohe Prämien für große mit höherem Verbrauch und mehr CO2 – und Stickoxid- Ausstoß.

Ein Teil der Lösung ist sicher die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs aber auch hier kann es nicht darum gehen, kostenlosen ÖPNV für alle anzubieten. Das würden die Systeme mangels Leistungsfähigkeit aber auch die Kommunen als Träger mangels Finanzierbarkeit nicht aushalten. Der ÖPNV muss einfach lukrativer gemacht werden. Das wird einerseits über attraktive Fahrpreise, andererseits über eine bessere Taktung der Verkehrsmittel erreicht. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Fazit: Dieselfahrzeuge müssen sauberer oder gegen umweltfreundliche Fahrzeuge ausgetauscht werden. Die Kosten dürfen nicht bei den Fahrzeughaltern oder beim Steuerzahler hängen bleiben.
Sie sind von den Herstellern zu tragen. Die haben es verbockt und sind wirtschaftlich leistungsfähig genug, um für den Schaden, den sie angerichtet haben, gerade stehen zu können.

Übach-Palenberg – eine Erfolgsgeschichte

Erinnern Sie sich noch? Lange Jahre wurde die Stadt von der SPD regiert. Mit ihrer satten Mehrheit wollte diese den Einwohnern unentwegt weismachen, wie gut es ihnen ging. In Wahrheit waren viele sogenannte Wohltaten ausschließlich auf Pump geschaffen worden, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass nachfolgende Generationen das alles einmal bezahlen müssten.

Ganz zu schweigen von den Arbeitsmarktdaten. Übach-Palenberg führte über Jahre die Arbeitslosenstatistik des Kreises Heinberg an. Bei den Hartz 4 – Empfängern war Übach-Palenberg ebenfalls das Schlusslicht des Kreises.

Mit der Änderung der Mehrheitsverhältnisse im September 2009 trat eine kontinuierliche Besserung ein, die man aus heutiger Sicht, nach insgesamt 8-jähriger Amtszeit der Mehrheitsfraktionen unter CDU – Führung und des Bürgermeisters Wolfgang Jungnitsch durchaus als Erfolgsgeschichte bezeichnen darf.

Während die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen  in den Jahren von 1997 – 2009 vor sich hin dümpelte und in einem Zeitraum von 13 Jahren magere  75  Beschäftigte bzw. 1 % hinzugekommen waren, explodierte sie  ab 2010 förmlich von 4383 auf die beachtliche Menge von 7087 Beschäftigten. Wir reden also über ein Mehr von über 2700 Arbeitsplätzen in nur  8 Jahren. Das ist eine Steigerung von 61 % !

Damit einher gehen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die ebenfalls in ihrer Arbeitsmarktstatistik für Übach-Palenberg einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen von 2010 bis 2017 um 639 Beschäftigte ausweist. Das ist eine Minderung um 40 %,  ein Wert, von dem man zur Zeit der ehemaligen Mehrheit nicht einmal zu träumen wagte.

Diese Verbesserungen sind um so bemerkenswerter, als sie einmalig in der Region, wenn nicht sogar in ganz Nordrhein-Westfalen sind und damit auch die Statistik des Kreises  Heinsberg äußerst positiv beeinflussen. Sie können  nicht nur den Lidl -Unternehmungen zugeschrieben werden, die in Übach-Palenberg insgesamt etwa 1300 Mitarbeiter beschäftigen, was als hervorragend bezeichnet werden muss. Sie zeigen, dass die Stadt als Wirtschaftsstandort auch viele andere Firmen angezogen hat.  Ein Beleg dafür, dass hier die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

Die lokale Presse verschweigt das. Ob bewusst oder unbewusst sei einmal dahingestellt. Auf jeden Fall beschäftigt sie sich vorwiegend mit Pannen und mit künstlich herbei geschriebenen „Affären“. Daher ist es wichtig,  auch  die positiven Entwicklungen darzustellen und mit den nachfolgenden Zahlen und Tabellen, die allesamt aus neutraler Stelle stammen, zu belegen. Es gibt noch viel mehr positives zu berichten. Ich werde das fortsetzen.

Entwicklung Arbeitsmarkt ÜP bis 2017 

Entwicklung der Arbeitslosen 2010 – 2017